Frühjahrszählung 2011

Folgende Reviere nahmen an der ersten Zählung teil:

 

 

  • Aulendiebach
  • Bindsachsen
  • Bleichenbach
  • Wolf (Büd 1)
  • Michelau
  • Wolferborn Feld
  • Düdelsheim
Das Gebiet der Hegegemeinschaft ist grün umrandet, die teilnehmenden Reviere sind rot hinterlegt

Durchführung

 

Im Frühjahr lagen die Befahrungstermine zwischen dem 20. März und 23. April.
Von der gesamten Feldfläche der Hegegemeinschaft von rund 3.500 ha wurden 750 ha als Zählflächen übernommen. Das entspricht einem Flächenanteil von 20%.

Ergebnisse Frühjahr 2011

Es stellte sich heraus, dass es nicht ganz einfach ist, passende Zähltermine abzustimmen. Oftmals paßte die Witterung nicht und gemäß den Vorgaben soll besonders auf ähnliche Witterungsbedingungen bei den Zählfahrten geachtet werden oder es waren schlicht Terminprobleme, die eine zweite Zählfahrt verhinderten.

Ein weiteres Problem war der auflaufende Raps, der innerhalb weniger Tage so hoch wurde, dass die Hasen darin nicht mehr sicher erkannt werden konnten. Auch dieser Umstand führte dazu, dass nicht in allen Revieren die zwei Zählfahrten durchgeführt werden konnten.

Gedanken zu den Ergebnissen

 

Wir waren alle über die absoluten Unterschiede in den Zählergebnissen überrascht und haben sie zunächst mit den Ergebnissen aus ganz Deutschland verglichen. Dazu standen uns die Bundesdaten aus WILD 2009 zur Verfügung.

Danach lag die Höhe des Frühjahrsbesatzes zwischen 2,6 und 34,9 Hasen/100 ha Feldfläche. Der Durchschnitt lag bei 12,6 Hasen/100ha.  
 
Bei der Betrachtung unserer Ergebnisse stellt sich natürlich sofort die Frage nach dem "Warum". Es ist nicht offensichtlich, warum im schlechtesten Revier nur 3 Hasen/100 ha vorkommen und im besten Revier dagegen 50 Hasen/100 ha gezählt wurden.
Klimatische Unterschiede, mit denen die bundesweiten Ergebnisse von WILD erklärt werden, scheiden auf dieser im Vergleich kleinen Fläche aus.
 
Es bleiben also zwei grundsätzliche Faktorenkomplexe, die einer näheren Betrachtung bedürfen. Das sind
  • der Lebensraum
  • die Freßfeinde
 
Wir werden nun Methoden entwickeln, mit denen beide Faktoren beleuchtet werden, um Erklärungsansätze für diese Unterschiede zu bekommen.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich um Daten von wild lebenden Tieren handelt, die jährlich stark abweichen können und keinesfalls als statische Größen betrachtet werden dürfen.
Das haben wir von unseren Vätern gelernt, die auch jedes Jahr die Entwicklung ihrer Hasengesellschaften genau beobachteten, weil eben kein Jahr wie das andere ist.
Das ist aber auch Leben und das ist Natur. Dafür sind wir passionierte Jäger mit Neugierde nach den Eigenheiten dieser Natur. Dazu werden wir weiter berichten.