Folgende Pflanzenarten sind in der Mischung enthalten:

weißer Steinklee

Melilotus albus

Sonnenblume

Fagopyron esculentum

Malve

Malva mauriticana

chinesische Gemüsemalve

Malva verticillata

Buchweizen

Fagopyron esculentum

gelber Steinklee

Melilotus officinalis

echter Eibisch

Althaea officinalis

gewöhnliche Wegwarte

Cichorium intybus

wilde Karde

Dipsacus sylvestris

wilde Möhre

Daucus carota

gewöhnlicher Natterkopf

Echium vulgare

Fenchel

Foeniculum vulgare

wilde Malve

Malva sylvestris

kleinblütige Königskerze

Verbascum thapsus

weiße Lichtnelke

Silene alba

rote Lichtnelke

Silene dioica

Färberkamille

Anthemis tinctoria

gemeiner Beifuss

Artemisia vulgaris

schwarze Flockenblume

Centaurea nigra GIGANT

echter Alant

Inula helenium

Rosenmalve

Malva alcea

Luzerne

Medicago sativa PLATO

Esparsette

Onobrychis vicifolia

Rainfarn

Tanacetum vulgare

Buchweizen

Buchweizen (fagopyrum esculentum)

Die körnerliefernde Pflanze ist einjährig und keine Getreideart, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Sie wächst auch auf Sand- und Moorböden. Daher gibt es rund um die norddeutschen Heidegebiete zahlreiche Buchweizenprodukte im Hausgebrauch. Oft wächst Buchweizen zur Wildäsung im Feld und im Wald. Arzneimittel aus Buchweizen helfen bei Venenleiden. Der Echte Buchweizen wurde zur Arzneipflanze des Jahres 1999 gewählt. Höhe 0,15 bis 0,60 Meter, Blütezeit: Juni bis September

 

Sonnenblume

Gewöhnliche Sonnenblume (helianthus annuus)

Seit dem 16. Jahrhundert in Europa als Zierpflanze oder zur Gründüngung eingeführt. Daneben werden aus den Kernen Vogelfutter, Backzutaten oder Öl hergestellt. Aus den Kernen von etwa 60 Pflanzen lässt sich ein Liter Öl pressen. In Rainsaat ausgebracht, wachsen 60.000 bis 70.000 Sonnenblumen auf einem Hektar. In der EAW-Mischung ist die einjährige Sonnenblume als Biomasselieferant für das erste Standjahr beigemischt. Ab dem zweiten Standjahr übernehmen andere Arten die erforderliche Biomasseproduktion.

Höhe 1 bis 2 Meter, Blütezeit: August bis Oktober

 

Malven

Malven (Rosen-Malve: malva alcea, Algier-Malve: malva mauriticana, Gemüse-Malve: malva verticillata)

Malven sind ein- oder mehrjährige Stauden und die großblütigen Arten sind eine wertvolle Bienenweide. Blätter und Blüten enthalten bis 8 Prozent Schleim, der trockenen Reizhusten lindert. Schon im 16. Jahrhundert galt die Malve als Gemüse- und Heilpflanze. Dunkle Blüten eignen sich zum Färben von Lebensmitteln. Malven wachsen auf frischen, nährstoffreichen Unkrautfluren, Wegen, Böschungen, trockenen Hügeln und Gebüschen. Die Gemüse-Malve ist eine der ältesten chinesischen Kulturpflanzen. Höhe 0,40 bis 1,25 Meter, Blütezeit: Juni bis Oktober

Echter Steinklee

Echter Steinklee (melilotus officinalis)

Echter Steinklee - auch Honigklee genannt, ist eine ein- bis zweijährige Pionierpflanze auf Rohböden, aber auch ein Kulturbegleiter. Beim Welken der Pflanze wird Cumarin freigesetzt, das nach Heu und Waldmeister duftet. Dieses hilft gegen Venenleiden und Blutergüsse. Überdosierung führt zu Kopfschmerzen. Seine praktische Bedeutung ist außerordentlich vielseitig: Bienenweide, Futterpflanze, Heilpflanze (Tee), Zusatz für Kräuterkäse und Mottenkraut.

Höhe 0,30 bis 1 Meter, Blütezeit: Mai bis September

 

Weißer Steinklee

Weißer Steinklee (melilotus alba)

Der weiße Steinklee ist an Wegerändern, Äckern, Bahndämmen, Schutzplätzen und Kiesgruben (Ruderalplätze) zu finden. Trockenes Steinkleekraut duftet nach Waldmeister und enthält Cumarin, während im verschimmelten Kraut Dicumarol entsteht. Dieses setzt die Blutgerinnung herab und kann beim Vieh zu inneren Blutungen führen. Die Substanz findet Verwendung in Rattengiften.

Höhe 0,30 bis 1,20 Meter, Blütezeit: Juni bis September

 

Eibisch

Echter Eibisch (althaea officinalis)

Der Eibisch ist eine uralte Heilpflanze und seine Schleimstoffe wirken reizmildernd, entzündungshemmend und immunstabilisierend. Die Römer verwendeten die Pflanze als Suppenkraut und zur Füllung von Braten. Essbar sind auch die Blüten, und die jungen Blätter können im Salat mitgegessen werden. In jüngerer Vergangenheit wurden aus den Substanzen des Eibisch Marshmallows hergestellt

Es ist eine mehrjährige, 60 bis 150 cm hohe Pflanze mit weißen, rötlichen oder violetten Blüten. Sie bewächst Gräben, feuchte Wiesen, aber auch salzhaltige Böden und blüht von Juli bis September.

 

Wegwarte

Gewöhnliche Wegwarte (cichorium intybus), auch Zichorie genannt

Die Wegwarte ist ein typischer Kulturbegleiter und seit dem Mittelalter eine bekannte Heil- und Nutzpflanze. Die getrockneten Wurzeln liefern den Kaffee-Ersatz bekannt als Zichorienkaffee. Die grünen Pflanzenteile finden im Salat Verwendung. Heute kultiviert man verschiedene ausdauernde Varietäten. Wurzelzichorie liefert Insulin als Stärkeersatz in Diabetikernahrung

Höhe 0,30 bis 1,50 Meter hoch, Blütezeit: Juli bis Oktober

 

Wilde Karde

Wilde Karde (dipsacus fullonum, syn. D. sylvestris)

Eine zweijährige Pflanze ist 0,70 bis 2,00 Meter hoch, Blütezeit: Juli bis August

Die Blüten werden von Hummeln und Bienen sowie Fliegen bestäubt. Der Name Dispacus leitet sich vom griechischen dispa = Durst ab und bezieht sich auf die Regenwasser-Ansammlungen in den Blättern. Der Artname fullonum kommt von der mittelalterlichen Berufsbezeichnung Fuller für Tuchmacher. Diese verwendeten die Fruchtstände der Art zum Aufrauen von Wollgewebe.

 

Wilde Möhre

Wilde Möhre (daucus corata)

Diese Wilde Möhre wächst auf Wiesen, Ödflächen, Wegränder und Steinbrüchen auf eher trockenem, meist kalkreichen, steinigen Böden. Sie wird 0,30 bis 1 Meter hoch und blüht von Juni bis September.

Die Blüten locken Fliegen an. Diese landen am liebsten dort, wo schon andere Fliegen sitzen. Die dunklen Möhrenblüen deutet man deshalb als Fliegenattrappen. Die Garten-Möhre wurde aus der Wilde Möhre gezüchtet. Ihre Wurzel ist dicker, fleischig und durch höheren Carotingehalt orangerot gefärbt.

 

Gewöhnlicher Natternkopf

Gewöhnlicher Natternkopf (echinum vulgare)

 Der Natternkopf kommt an Wegen, Bahngelände, Schuttflächen, Ödland und Felsen vor. Er wird 0,25 bis 1 Meter hoch und blüht von Mai bis September. Die wärmeliebende Pflanze, deren Wurzeln bis in 2,5 Meter Tiefe vordringen, gehört zu den Pionierpflanzen, die rasch noch unbesiedelte Standorte besetzen können. Die bei den Rauhblattgewächsen im Regelfall radiärsymmetrische Blüte ist beim Natternkopf infolge stärkerer Anpassung an die Insektenbestäubung als schwach monosymmetrische Blüte abgebildet. Früher kam der Art als Heilpflanze praktische Bedeutung zu.

Echter Fenchel

Echter Fenchel (foeniculum vulgare)

Zweijährige oder anschauernde, an der Basis manchmal verholzende Staude, bis 2 Meter hoch. Blütezeit: Juli bis Oktober

Seit altersher als Gewürz-, Gemüse- und Heilpflanze bekannt. Die jungen Stängel und Blätter werden als Gemüse gegessen. Die Römer schätzten sie in Essig und Salz eingelegt. Die Früchte werden als Küchengewürz zum Einmachen genommen.

Die verschiedenen Formen des Fenchels nutzt man im Mittelmeerraum unterschiedlich: als Gemüse- oder Zwiebel-Fenchel, vom Pfeffer-Fenchel werden Stängel und Blüte gegessen, der Gewürz-Fenchel gibt Fenchelöl, der Butter-Fenchel ätherisches Fenchelöl.

 

Kleinblütige Königskerze

Kleinblütige Königskerze (verbascum thapsus)

Ein Braunwurzgewächs, welches auf lockeren, oft etwas steinigen Böden sowie auf Ruderalstellen wächst. Höhe 0,10 bis 1,70 Meter, Blütezeit: Juli bis September

Die Kleinblütige Königskerze ist ein Nitrifizierungsanzeiger. Früher glaubte man, die Haare an den Staubblättern seien Futterhaare und würden von Insekten gefressen. Dies ist nicht bestätigt. Vielmehr täuscht die Behaarung mehr Pollen vor. Die Blüten wirken damit sehr attraktiv auf pollensuchende Insekten.

 

Weiße Lichtnelke

Weiße Lichtnelke (silene latifolia, melandrium album)

Melandrium ist wegen ihrer Stieltellerblüte, der weißen Blütenfarbe sowie der Öffnungszeit der Blüten eine typische Nachtfalterblume. Die Blüten öffnen sich vom Nachmittag bis zum Morgen, duften dann intensiv und werden von Nachtfaltern besucht. Tagsüber rollen sich die Kronblätter ein und sehen aus wie verwelkt. Die Wurzeln enthalten Saponine. Man verwendete sie früher zum Waschen.

 

Rote Lichtnelke

Rote Lichtnelke (silene dioica, melandrium silvestre, melandrium rubrum, melandrium diarnum, melandrium dioicum)

Die Art wächst auf feuchten Wiesen, lichten Wäldern. Zeigt Nährstoffreichtum an. Die Blüten sind Tag und Nacht geöffnet und werden von Tagfaltern und langrüsseligen Hummeln besucht. An geeigneten Standorten färben sie die Wiesen im Mai durch die üppige Blütenpracht tiefrosa.

Die Pflanze wird 0,30 bis 0,90 Meter hoch und blüht von April bis September.

 

Gewöhnlicher Beifuß

Gewöhnlicher Beifuß (artemisia vulgaris)

Der Gewöhnliche Beifuß gehört zu den alten Kulturbegleitern und wurde früher als Heil- und Gewürzpflanze gesammelt. Die Blüten werden vom Wind bestäubt. Ihre Pollen lösen häufig Heuschnupfen aus. Als Gewürz ist die Pflanze beliebt zu Wild und Gans. Die Volksmedizin empfiehlt sie bei Magenbeschwerden und in der Frauenheilkunde „Artemisia“ leitet sich von Artemis ab, der griechischen Jagdgöttin und Beschützerin der Frauen.  Höhe 0,60 bis 2,50 Meter, Blütezeit: Juli bis November

 

Schwarze Flockenblume

Schwarze Flockenblume (centaurea nigra)

Diese sehr seltene mehrjährige Pflanze wächst auf mageren Rasen und Weiden, Waldlichtungen und bevorzugt nährstoffarme, sandighumose Böden. Bienen bestäuben die Blüten, Ameisen tragen neben dem Wind zur Ausbreitung der Art bei. Die Pflanze wird 0,20 bis 0,70 Meter hoch und blüht von Juli bis September.

Echter Alant

Echter Alant (inula helenium)

Der Echte Alant ist eine mehrjährige Heilpflanze und enthält Ätherische Öle. Inulin, Helianthenin, Harze, Pektine, Phytomelane und Sitosterinderivate.

Er wächst auf Wiesen, in Wäldern, Hecken, Ufergebüschen, gern auch auf feuchten Böden.

Die Pflanze wird 0,20 bis 0,80 Meter hoch und blüht von Juli bis August.

Luzerne

Saat-Luzerne (medicago sativa)

Die mehrjährige Saat-Luzerne gehört zu unseren wichtigsten Grünfutterpflanzen und verbessert als Stickstoffsammler den Boden. In den letzten Jahren gibt es gekeimte Luzernen-Samen als Gemüse (»Alfalfa-Sprossen«) zu kaufen. Die Blätter enthalten das Provitamin A, die Vitamine C, D, E, K sowie wertvolle Mineralstoffe und können in Suppen und Salate verwendet werden. Die Pollen sind die herausragende Hummelnahrung in der Feldflur.

Futter-Esparsette

Futter-Esparsette (onobrychis viciifolia)

Die aus Süd-Europa stammende Futter-Esparsette wurde im 16. Jhd. erstmals in Frankreich angebaut. Sie besitzt auch Wurzelknöllchen mit Stickstoff bindenden Bakterien.
Ihre erfolgreiche Ausbreitung in Europa wurde durch ertragreichere Futterpflanzen wie Mais und Luzerne zurückgedrängt. Man nennt sie auch »Felsensprenger«, da ihre Wurzeln bis 4 Meter tief reichen. Ihre Blüten werden von Schmetterlingen, Schwebfliegen und natürlich von den Bienen bestäubt (Bienenweide!).

Rainfarn

Rainfarn (chrysanthenium vulgare = tanacetum vulgare L.)

Auch diese insektenblütige ausdauernde Ruderalpflanze ist ein Kulturbegleiter. Sie blüht von Juli bis September und wird 0,60 bis 1,20 Meter hoch. Wegen ihres Gehaltes an ätherischen Ölen, Kampfer und Borneol wird sie seit langer Zeit als Heilpflanze verwendet (Wurmmittel, äußerlich gegen Rheumatismus). Getrocknet in den Schrank gelegt, sollen die Blätter auch Motten fernhalten.

(Anm. des Autors: In der Hundehütte vertreiben sie Läuse und Flöhe.)

 

 

Diese Pflanzenbeschreibungen stammen von unserem Botaniker und Forstwirt Thomas Stanzel. Er engagiert sich als Jungjägerausbilder im Jagdverein und vermittelt bei seinen Exkusionen nicht nur das Wissen um die Pflanzen, sondern auch die Freude, die man mit der Beschäftigung damit erfahren kann.

Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei ihm.